Freitag, 16. Januar 2015

Für den Schwaben gehört die Kessellage und über 400 Treppenanlagen vermutlich zu den bekanntesten Eigenschaften Stuttgarts – werden selbst die Einwohner »Stäffelesrutscher« genannt. Außerhalb Deutschlands wiederum ist Deutschland vor allem für seine Autobauer bekannt.
Kunst und Kultur? Dass Stuttgart dabei völlig unterschätzt wird, gibt der ganzen Stadt doch einen ganz eigenen Charme, sogar ein gewisses »Je ne sais quoi« ... Show text

Beschreibung

Der Schlossplatz ist mein Lieblingsplatz in Stuttgart und fester Bestandteil samstäglicher Spaziergänge über den Flohmarkt auf dem Karlsplatz, durch die Martkhalle und über den Markt zwischen Rathaus und Alte Kanzlei.

"Wenn der wunderbar weite Schlossplatz zufällig statt in Stuttgart in München läge, würde jeder Münchner darauf bestehen, er sei der schönste Platz der Welt", schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrem Reiseführer.

Das Museum

Recht hat sie, aber heute soll es tatsächlich um Autos gehen, genau gesagt um eines der beiden Stuttgarter Automobilmuseen - das Porschemuseum.

 
Zur Ausstellung
In Stuttgart muss ein Museum natürlich erstmal mit »Stäffele« empfangen ...
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, Zeitautomatik (Av), AutoISO, 10mm, f5.6

Rolltreppen führen vom Eingangsbereich auf zu den beiden Ausstellungsebenen. Die Ausstellungstücke sind sehr gut ausgewählt – ich würde den Audio Guide empfehlen, damit man sich während gemütlichem Schlendern zwischen 100 Jahren Sportwagengeschichte durch interessante Informationen berieseln lassen kann.

Austro-Daimler »Sascha«
Ein kleines Leichtgewicht mit 1,1l-Motor und 55PS
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, Zeitautomatik (Av), AutoISO(500), 11mm, f5.6

Die Ambiente ist im klinischen Kontrast zwischen schwarz und weiß gehalten, damit der Fokus auf den Ausstellungsstücken bleibt, Erfindungen des Ferdinand Porsche und vor allem die Sportwagen für die Straße und die Rennstrecke.

 
Der »Volkswagen«
Im Jahr 1934 geplant sollte er maximal 1000 Reichsmark kosten
Canon EOS APS-C, EF 40mm f2.8 STM, Zeitautomatik (Av), AutoISO(800), 40mm, f4
Cockpitsicht
Ein Stück Rennsportgeschichte
Canon EOS APS-C, EF 40mm f2.8 STM, Zeitautomatik (Av), AutoISO(250), 40mm, f2.8

Die Marke »Porsche«

Porsche ist immerhin einer der wenigen Hersteller, die zwei Modelle entwickelt und gebaut haben, die jeder Betrachter sofort mit der Marke Porsche verbindet: 356 und 911.

 
Der »Porsche«
Porsche 356 mit roter Lederausstattung
Canon EOS APS-C, EF 40mm f2.8 STM, Zeitautomatik (Av), AutoISO(320), 40mm, f2.8
Nasenstubs
Hübsches Teil so ein 356
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, Zeitautomatik (Av), AutoISO(200), 10mm, f5.6
 
Der 911er
weil Peugeot die 0 reserviert hatte
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, Zeitautomatik (Av), AutoISO, 12mm, f5.6
Sondermodell
mit ins Leder gestickter Unterschrift
Canon EOS APS-C, EF 40mm f2.8 STM, Zeitautomatik (Av), AutoISO, 40mm, f2.8

Neben den Autos, die nicht nur in dieser Fotoserie, sondern auch im Museum die zentrale Rolle einnehmen, gibt es viele Informationen über Entwicklungen im Bereich Leichtbau, Motoren, Bremsen, Aerodymamik und vieles mehr.

Rennsport

Auch die ein oder andere Geschichte aus dem Rennsport wird erzählt, nicht nur über Siege, sondern auch über Schweine, Fahrer und Sponsoren.

   
Rennwagen
... sind die logische Konsequenz der Sportwagenentwicklung
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, Zeitautomatik (Av), AutoISO
   
Schinken und Martini
Sponsoren, Startnummern und Lackierungen
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM
Virtuelles Schaurennen
Rundenzeit und Fahrbahnmarkierung als Lichtspiel
Canon EOS APS-C, Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, Zeitautomatik (Av), AutoISO

Detailinformationen gibt es vor Ort in solcher Fülle, jede weitere Ausführung wäre nur ein kleiner unbedeutender Abklatsch – nur optische Eindrücke können in Etwa der übersichtlichen, aber sehr eindrucksvollen Ausstellung im Porschemuseum gerecht werden (hoffentlich).

 
GT3R Hybrid
Die Symbiose aus Sport- und Rennwagen
Canon EOS APS-C, EF 40mm f2.8 STM, Zeitautomatik (Av), AutoISO(320), 40mm, f2.8

Nicht vergessen sollte man nach Beendigung der Ausstellung die Sicht von außen auf das Museum. Architektur ist wie die meisten Kunstformen natürlich Geschmackssache. Dieses Gebäude bleibt aber unabhängig vom Gefallen durch seine individuelle Form im Gedächtnis.

Infos

Anfahrt und Parken: Porscheplatz 1, Stuttgart-Zuffenhausen
Parken ganz einfach in der Tiefgarage, ein Aufzug führt direkt ins Foyer.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 9-18Uhr, Details auf der Homepage des Porsche-Museum

Essen und Trinken: Entweder nach Stuttgart (hier gibt es gute Tipps)
oder das Bistro im Museum (der Burger ist ganz lecker)

Ausrüstung

Eigentlich reicht das Ultraweitwinkel, in meinem Fall also das Sigma 10-20mm f4-5.6 EX DC HSM, und ein Objektiv zum Freistellen, z.B. das Canon EF 40mm f2.8 STM oder ein Tele.
Für die Totale von Fahrzeuge und Ausstellungsstücken brauch man eigentlich kein Tele, da sie sonst wie Modellfahrzeuge oder Spielzeug wirken. Das Weitwinkel ermöglicht diese bestimmte Wirkung der Ausstellungsstücke durch die Verzerrung.

Stativ und ND-Filter hatte ich nicht mit - oft in Museen nicht erlaubt. Ersteres ermöglicht längere Belichtung bei dem diffusen Museumslicht (= weniger ISO und somit weniger Rauschen), der ND-Filter noch längere Belichtung, damit andere Besucher quasi "verschwinden".


Auch diesmal wieder: Danke sehr fürs Lesen (oder in diesem Fall fürs Kucken) und bis zum nächsten Mal.