Montag, 22. September 2014

Fenoglios Fußstapfen fol­gen, auf die Idee brachte uns ein "Wo ist das? Da will ich hin!" meiner Frau während eines faulen Nachmittags vor dem Fernseher - Tintenherz, die Verfilmung von Cornelia Funkes Roman.
Herausgekommen ist im Juni 2011 dieser kleine Tagestrip durch Höhlen, eine Geisterstadt, Bergdörfer und Täler Liguriens.
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Beschreibung

Ligurische Straßen, ob an der Küste, durch die Täler oder hinauf in die Berge, laden übrigens zum Cruisen ein - ob im Auto oder auf dem Motorrad, eigentlich egal.

Le Grotte di Toirano

Täglich 9.30-12.30,14.00-17.00, €10 p.E. €7 p.K.
Seit 1953 sind die berühmtesten Tropfsteinhöhlen in Italien für Besucher zugänglich - vorher waren nur Neandertaler, Höhlenbären (wie durch Fußabdrücke und Knochenfunde belegt) und römische Totengräber dort.

 
Le Grotte di Toirano

Canon PowerShot SX200
Auto mode, ISO1600, no flash

Die „Grotte di ToiranoGrotte di Toirano
Das Höhlensystem liegt am Ende des Vallone del Vero oberhalb der Ortschaft Toirano, Provinz Savona, Ligurien. Drei Höhlen sind seit 1953 für Besucher geöffnet: „Grotta della Bàsura“, „Grotta di San Lucia Inferiore“ und „Grotta di San Lucia Superiore“.
Neben den archäologischen Funden eines 20000 Jahre alten Höhlenbären, eines 12000 Jahre alten Menschen und altrömischer Begräbnisrückstände sind die Höhlen berühmt für ihre einzigartigen Ablagerungen „concrezioni mammellonari“ und „i cristalli“.
“ liegen in einer sehr kargen Region am Ende des Vallone del Vero, des Tals der Wahrheit. Etwa 70 Tropfsteinhöhlen sind in dieser Region bekannt, für die Öffentlichkeit sind drei davon geöffnet: Die „Grotta della Basura“, die über einen 120m langen in Stein geschlagenen Tunnel mit der „Grotta di San Lucia Inferiore“ verbunden ist, und die „Grotta di San Lucia Superiore“.
Einzigartig sind dabei die großen kugeligen Ablagerungen („concrezioni mammellonari“), die über Jahrtausende unter Wasser entstanden sind und erst mit der Entdeckung trocken gelegt wurden. Die unterschiedlichen Wasserstände während der Jahrtausende sind dabei gut zu erkennen.

Balestrino

Drehort vieler Szenen des Films TintenherzTintenherz
Auf dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke basierender Fantasy-Film aus dem Jahr 2008, unter anderen mit Brendan Fraser (Die Mumie), Eliza Bennett, Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (Die Queen) und Andy Serkis (Gollum in Herr der Ringe).
, BalestrinoBalestrino
Gemeinde mit etwa 500 Einwohnern (Stand 2012) in der Provinz Savona, Ligurien.
Wegen eines befürchteten Erdrutsches und des durch ein Erdbeben 1887 destabilisierten Untergrunds wurde der alte Ortskern in den 1950er Jahren verlassen. Die Aufzeichnungen gehen bis ins 11. Jahrhundert, als der Ort zur Benediktinerabtei San Pietro dei Monti gehörte.
wurde vor längerer Zeit wegen eines befürchteten Erdrutsches weitgehend verlassen, der alte Ortskern ist insofern eine Geisterstadt. Die heutigen Einwohner haben sich am Rande der damaligen Ortschaft wieder angesiedelt.

Balestrino

Canon PowerShot SX200
Auto mode, ISO100, no flash

Eine Reise in die Vergangenheit, mehr noch spannungsgeladene Erkundungstour durch die vom Einsturz bedrohten Häuser und Gassen.

Risse in der Wand

Canon PowerShot SX200
Auto mode, ISO100, no flash

Die versteckten Winkel und Ecken, offene Türen und Fenster offenbaren nichts weiter als nur noch mehr alte Steine, verrostetes Metall. Die Pflanzen holen sich langsam die Natur zurück, selbst aus den massivsten Steinstufen pressen Feigenbäume hervor.

 
Verfallen

Aufnahmen mit unterschiedlichen Kompakten

Und doch, so ausgestorben der Ort ist, so faszinierend sind die Entdeckungen verrosteter Fahrräder, alter leerer Flaschen, Garageninhalten, Kinderzimmermöbeln.

 
Verlassen

Canon PowerShot SX200
Auto mode, ISO160 und ISO400, no flash

Kleine übermütige Entdecker sollte man aber im Auge haben, verleiten eingefallene Treppen und eingestürzte Fußböden doch sehr zum Klettern.

Castelvecchio di Rocca Barbena

„Ein Adlernest zwischen Himmel und Felsen“, „eines der schönsten Dörfer Italiens“. Um sich seiner Schönheit bewusst zu werden, sollte man durch die gepflasterten Straßen flanieren, den engen Gassen, Bogen- und Gewölbegängen folgen.

Zuccarello (Val Pennavaire)

Das Dorf, gegründet vom Markgrafen Clavesana im Jahr 1248, seine Stadtmauern und Arkaden sollte man zu Fuß erkunden. Ca. 20min Fußmarsch vom Zentrum bis zur Burg auf der Hügelspitz.
Bei Heißhunger, alle Gastronomiebetriebe in Zuccarello sind streng auf Qualität und Tradition bedacht.

Cisano sul Neva

Das historische Zentrum von Cisano ist von seinem Glockenturm geprägt, der zur Pfarrkirche Santa Maria Maddalena gehört. Östlich von Cisano befindet sich das Naturschutzgebiet „Poggio Grande“.

Einkehrtipps

Trattoria Malco - familiär geführte Trattoria 17034 Castelvecchio di R.B., Via Roma, 9

Einkaufsmöglichkeiten

Jeder große Supermarkt in den Centri Commerciali - Öffnungszeiten und Adressen finden sich am besten unter http://www.aperture-supermercati.it, einfach unter »Città« den Städtenamen eingeben und mit »Cerca« suchen

Nightlife

Dafür bietet sich die ganze Riviera di Ponente an, besonders aber die Orte Alassio und Albenga. Die Küstenstraße nach Alassio ist übrigens alleine eine Fahrt wert.
Albengas Centro Storico ist mit seinen Türmen schon von Weitem sichtbar und bietet viele unterschiedliche Möglichkeiten zum Essen und Trinken, Enoteche wie Trattorie, aber auch ein paar wenige Bars.
Alassio ist etwas mondäner, was bestimmt auch seinen vielen berühmten Besuchern liegt. Die ausgesprochen schöne Shopping-Meile mit Modelabels von annehmbar bis unnahbar bedarf bestimmt ein wenig Erholung nach dem langen Tag. Dafür sind hier die etwas nobleren Restaurants und Bars zu finden.
Empfehlen kann ich aber vor allem eine Flasche Rossini, ein frisches Focaccia, frische Oliven, vielleicht ein bisschen Pecorino, und ein ruhiges Plätzchen am Strand von Alassio ...

Allgemeine Infos

Strecke: ~70km, asphaltierte Straßen, kurvenreich
Ausrüstung: Feste Schuhe (Höhlen, gepflasterte Ortskerne)
Fotoausrüstung: Canon PowerShot SX200

Karte


Danke sehr fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.
 

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